Hegau

Am 18. September 2009 wurde auf Gemarkung Emmingen mit Blick auf Hegauberge, Bodensee und Alpenkette der zweite FriedWald des Forstbetriebs Fürstenberg eröffnet. Er liegt in idyllischer Lage mitten in einem eindrucksvollen Buchenhochwald und ist mit nur 15 Autominuten Entfernung von der Abfahrt „Engen“ der BAB 81 sehr günstig zu erreichen.

Vulkanismus

Nähert man sich dem Friedwald Hegau von Emmingen her, fällt beim Blick gen Süden als erstes die in Deutschland einzigartige Vulkanlandschaft auf: Im Miozän, vor etwa 14 Mio. Jahren, setzte durch die Senkung des Oberrheingrabens starker Vulkanismus im Hegaugebiet ein. In dessen Folge entstanden 10 größere und 13 kleinere Vulkane, von deren Aktivität nach der eiszeitlichen Erosion nur noch die Kegelstümpfe aus erstarrter Magma zeugen.

Die Örtlichkeit

Der FriedWald besteht aus Buchen, Eschen, Bergahorn sowie einigen Fichten und Kiefern. Im 17. und 18. Jhd. wurde hier nach den dicht unter der Waldbodenfläche vorkommenden „Bohnerzen“ gesucht, die als wichtiger Rohstoff für die fürstlichen Hüttenwerke dienten. Für die Schmelze des Metalls wurde Holzkohle benötigt. Einer der vielen Kohlenmeiler befand sich auf dem Gelände des heutigen Friedwaldes und gab dem Waldort seinen Namen: „Kohlplatte“.

Waldführungen

Der Friedwald Hegau ist ganzjährig geöffnet. Bitte verabreden Sie individuelle Baumauswahltermine für den Friedwald-Hegau über www.friedwald.de und nutzen Sie die Angebote Ihres FriedWald-Försters, der Sie gerne bei den samstäglichen Waldführungen begrüßt.

Wegbeschreibung

Den Abzweig von der die Städte Engen und Emmingen verbindenden B 491 zum Friedwald markieren vier Pestkreuze: Sie erinnern an die während des Dreißigjährigen Krieges wütende Krankheit, der seinerzeit mehr als die Hälfte der Einwohnerschaft Emmingens zum Opfer fiel. Folgt man dem sich durch die Felder führenden Weg, gelangt man nach 1,3 km zum Waldparkplatz des FriedWaldes Hegau, wo eine Holztafel detailliert über die Örtlichkeit informiert.

Rundwanderweg

Die Kohlplatte lädt zu einem schönen Spaziergang ein. Bereits wenige Fuß-Minuten nach dem Parkplatz erreicht man das für fürstenbergische FriedWälder charakteristische Holzkreuz, das am Rande einer kleinen Waldlichtung steht und Gelegenheit zum Verweilen und zur Besinnung gibt. Der weitere Weg führt in leichter Neigung bergab und kann auch in zwei Varianten zu einem Rundwanderweg um den FriedWald herum erweitert werden (ca. 1 – 1,5 Std.).